21.01.2016

Gewinner des Bundeswettbewerbs ökologischer Landbau 2016 – echt Snuten lekker!


Erstmalig macht in diesem Jahr ein Bremer Unternehmen das Rennen bei der jährlichen Prämierung der besten Bio Höfe des Landes! Der beliebte Sommertreffpunkt und Eisspezialist Kaemena im Bremer Blockland wurde für sein gesamtbetriebliches Konzept vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ausgezeichnet!

Der seit 2001 ausgeschriebene Preis geht an Unternehmen, die sich durch neue Ideen und besonders nachhaltige ökologische Projekte abheben. Am 21. Januar 2016 wurde er durch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt im Rahmen der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin verliehen.

Artikel im Weser-Kurier dazu lesen >>

Der Weser-Kurier war auch mit der Kamera bei uns, dabei ist dieser schöne Beitrag entstanden:

Das Kaemena Konzept

Eine ambitionierte Familie, eine außergewöhnliche Idee, eine echter Bremer Institution mit Vorzeigepotential: Vom Grashalm über die Biomilch bis zum Bioeis, inkl. Hofcafé, sozialen pädagogischen und künstlerischen Projekten sowie Ferienwohnungen auf dem Biohof – mit diesem Konzept überzeugen die Kaemenas schon seit langem die Bremer und jetzt auch die Jury in Berlin!
Nicht nur, weil ein 4-Generationenbetrieb mit dieser Aufgabenteilung und dem Zusammenhalt Seltenheitswert hat, sondern auch weil das Gesamtkonzept einfach stimmt. Die Landwirtschaft und Viehhaltung, die Verarbeitung und Vermarktung mit der entsprechenden Öffentlichkeitsarbeit, alles auf einem Hof, gut durchdacht und nach ökologischen Gesichtspunkten ausgerichtet.

Der Biohof im Blockland – die Geschichte

Gegen Ende der 1990er Jahre hatte die europäische Landwirtschaft stark zu kämpfen: Der BSE-Skandal versetzte ganze Nationen in Aufruhr, die Gentechnik erzeugte große Unsicherheit in der Bevölkerung und die zunehmende Globalisierung ließ Bauernhöfe zu Großindustrieanlagen mutieren.

Gute Gründe für Bernhard Kaemena, gemeinsam mit seiner Familie, die eigene Form der Hof-Bewirtschaftung und Vermarktung ganz neu zu gestalten. Als einer der ersten Landwirte der Umgebung strukturierte er seinen Betrieb zum Bioland Hof um womit sich ganz neue Potentiale eröffneten.

Ein tragfähiges Konzept für die nächsten Generationen

2003 erklärte Sohn Harje, den Hof übernehmen zu wollen. Oft gibt es Streit, wenn ein Jungbauer mit seinem Vater über die Weiterentwicklung des eigenen Betriebes spricht. Nicht so bei den Kaemenas. Statt einen Generationenkonflikt auszutragen, erarbeitete die Familie gemeinsam ein tragfähiges Konzept, das den inzwischen vier Generationen auf dem Hof nachhaltig die Existenz sichert.
Denn obwohl sich die Leistung der 65-köpfigen Milchviehherde mit 8.500 Litern Biomilch pro Kuh und Jahr sehen lassen konnte, hätten die Einnahmen langfristig nicht für alle gereicht. Das Vorhaben lautete im Kern: „Wir produzieren unser eigenes Bio-Speiseeis!”.

Snuten lekker – das Bio-Eis vom platten Land

Die Eisproduktion krempelte den Betrieb noch einmal grundlegend um und sorgt bis heute dafür, dass bei Kaemenas fast immer „Tag der offenen Tür” ist. Im Blockland sind die Bremer ja ohnehin gerne. Es ist das beliebteste Naherholungsgebiet und angesagtes Ziel für Radfahrer, Spaziergänger und Jogger. Ein Pausenstopp am Hofcafé der Kaemenas gehört inzwischen fast selbstverständlich zu jedem Ausflug.

Der Hof ist einfach „bekannt wie eine bunte Kuh”. Und die spielt nach wie vor eine große Rolle im Betrieb: 30.000 Kilogramm Bio-Eis stellen die Kaemenas aus der betriebseigenen Milch her, von denen knapp 70 Prozent über die Verkaufstresen des Hofcafés gehen. Der Rest wird über Wiederverkäufer und einen großen Naturkostgroßhändler regional vermarktet. Der große Erfolg der mittlerweile 38 Eissorten beruht natürlich auf dem hervorragenden Geschmack aber auch auf der hohen Qualität der Produkte. Fruchtzubereitungen oder gar Konzentrate werden bei der Herstellung grundsätzlich nicht verwendet. Stattdessen setzt man auf saisonale Eissorten, für die verarbeitet wird, was die jeweilige Jahreszeit bietet. Entsprechend bunt ist das Sortiment, das von Rhabarber und Holunderblüten im Frühjahr bis zu Bratapfel-Zimtvariationen im Winter reicht.

Hofleben mit Mensch und Tier und Natur

Guten Zulauf haben inzwischen auch die regelmäßigen Hoffeste und die Führungen für Schulklassen und Kitas, bei denen Kindern und Jugendlichen die Zusammenhänge der ökologischen Milcherzeugung erklärt werden. Dabei lernen sie unter anderem den neu gebauten Kuhstall kennen, den Betriebsleiter Bernhard Kaemena vor allem unter Tierwohlaspekten selbst mitentwickelt hat.
Die flache Cucettenbauweise bietet den Tieren viel Raum, Licht und Frischluft und fügt sich optimal in die flache, fast baumlose Landschaft ein.

Der Biohof als Arbeitgeber

Die Bio-Eiserzeugung, der Cafébetrieb, fünf Ferienwohnungen und die vielen Veranstaltungen machen das Unternehmen darüber hinaus zu einem kleinen Jobmotor. Rechnet man den Verarbeitungsbetrieb hinzu, arbeiten 41 Arbeitskräfte saisonal auf und für den Hof. Darunter sind sieben Festangestellte, ein Auszubildender und ein Praktikant.

Ein Wintertag der offenen Tür

Zur Feier der Preisverleihung öffnen die Kaemenas am Sonntag, den 24. Januar – ausnahmsweise mitten im Winter – von 13:00 bis 17:00 Uhr ihre Tore. Mit viel snuten lekker Eis, Glühwein und heißem Kakao. Inzwischen hat auch die neue „gläserne”  Eisproduktion die Arbeit aufgenommen und kann besichtigt werden, genauso wie die Kühe, der neue Stall, die Ferienwohnungen oder die Kunstgalerie. Sie sind herzlich eingeladen, sich selbst ein Bild zu machen.

Ansprechpartner und Informationen


Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau

Ausschreibung und Preisverleihung


Hier haben innovative Köpfe die Chance, ihre Ideen vorzustellen und sich dem Wettbewerb zu stellen. Teilnahmeberechtigt sind alle Betriebe, die seit mindestens 2 Jahren nach den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau zertifiziert sind.  

Der Bundespreis wird an drei Sieger vergeben. Insgesamt ist der Preis mit 22.500 Euro dotiert, davon erhält jeder Siegerbetrieb maximal 7.500 Euro.

Mit Beginn des Buffets ab 13.50 besteht für Medienvertreter Gelegenheit, die Preisträgerinnen und Preisträger an ihren Präsentationsständen näher kennen zu lernen.

Auch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung hat ein tolles Video veröffentlicht:


Adressen


www.oekolandbau.de

www.gruenewoche.de


Pressetext als Download

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